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Rédigé par SuperUser 15/07/2010 17:32
Dr. Kira Kubenz, MSc. Präventionsmedizin
Jährlich versterben in Deutschland 0,1% (17000) aller Krankenhauspatienten an den direkten oder indirekten Folgen von Arzneimittelnebenwirkungen. 35 % der Männer und 40 % der Frauen über 65 Jahre erhalten neun und mehr Wirkstoffe in Dauertherapie. Man geht davon aus, dass bei 5 % aller medikamentös behandelten Patienten unerwünschte Medikamentenwirkungen (UAW) auftreten.
Intraindividuelle genetische Unterschiede in der Verstoffwechselung spielen dabei eine bedeutende Rolle. Betroffen sind insbesondere Medikamente, die über die Cytochrom P 450 Enzyme 2D6, 2C9 und 2C19 ab oder umgebaut werden. Poor Metabolizer benötigen 5-6-mal solange, ein Substrat abzubauen. Bis zu 15 % der Patienten sind je nach Ursprungsland solchen Varianten ausgesetzt. Die Wahl und Dosierung des Medikamentes entsprechend der genetischen Variante des Enzyms ist daher ein Gebot der modernen Pharmakotherapie.